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Nik Bärtsch – Den Weg mit Klarheit gehen

Von Meditation und Improvisation

Der Schweizer Jazzpianist Nik Bärtsch schöpft Kraft und Inspiration aus seiner meditativen Praxis sowie der japanischen Kampfkunst Aikido. Wir sprachen mit ihm über die Verbindung von Musik und Kontemplation, über Reduktion und Freiheit, und ebenso über Comics und ein lebenslanges Üben.

Tattva Viveka: Lieber Nik, in deinem musikalischen Schaffen gibt es Einflüsse von Minimalmusik, Jazz, Neuer Musik und auch einer Prise Funk, woraus du etwas ganz Eigenes machst. Darüber hinaus komponierst du für Kunstinstallationen, für Filme, du hast ein Buch geschrieben, bist Meditierender, Aikido-Praktizierender – und ganz ehrlich würde ich gern über all das mit dir sprechen, weil ich den Eindruck habe, dass all das ein Ganzes ergibt. Nimmst du dein Leben auch so wahr, dass alle Aspekte ineinandergreifen und miteinander harmonieren?

Nik Bärtsch: Ich versuche, eine inspirierende Balance zu finden, mit den Phänomenen des Lebens und in den Beziehungen mit anderen Menschen, um zusammen gut auszukommen, interessante Sachen machen zu können, und vor allem viel lernen zu können. Mein Ziel ist auszuprobieren und zu verstehen, wie meine verschiedenen Interessen zusammenpassen. Damit ich nicht ein Opfer der Vielfalt werde, sondern all die unterschiedlichen Dinge sinnvoll zusammenbringe, die mir wichtig sind und die du angesprochen hast.

»Es geht weniger darum, dass ich als Künstler dem Material meinen Willen aufzwinge, sondern eher darum, dass ich mich mit einem gewissen Anfänger-Geist der Sache nähere und herauszufinden versuche, was das Stück selbst will.«

TV: Bei aller Vielfalt deiner Tätigkeiten und Interessen scheint mir stets das Wesentliche hindurch zu schimmern, wobei eine große Zentriertheit deutlich wird.  Ich habe dich ja schon ein paar Mal live erlebt und habe immer gedacht, dass du über eine unglaubliche Disziplin verfügst, deinen Fokus auf den gegenwärtigen Moment zu richten, sowohl mit deinen Mitmusikern als auch mit dem Publikum in Verbindung zu stehen, und dennoch ganz bei dir zu sein …

Bärtsch: Beim gemeinsamen Musizieren ist diese Präsenz etwas ganz Zentrales. Wenn man darüber spricht, dass das Schönste in der Musik das gemeinsame Musizieren ist, dann wird das manchmal als eher amateurhafter Ansatz verstanden, in der Ausbildung steht ja meist das Schärfen der eigenen Fähigkeiten im Vordergrund. Für mich als ist es aber tatsächlich so: Das Wichtigste ist erst Mal, dass wir einander beim Spielen genau zuhören. Dann können wir uns darauf konzentrieren, was wesentlich für das jeweilige Stück ist, was relevant ist und in den Kontext passt, und wie der andere am besten klingen kann. Und wenn das alle machen, dann beginnt ein Stück zu mehr zu werden als seine Einzelteile. Mich hat immer interessiert, wie das geschieht, wie das Wesen des Stückes hervorkommt.

»Ich versuche, eine inspirierende Balance zu finden, mit den Phänomenen des Lebens und in den Beziehungen mit anderen Menschen.«

Das ist in der Regel eine reduktive Strategie, weil man versucht zur Essenz zu kommen und sozusagen mit dem Stück zu arbeiten, mit der Strömung. Wäre ich Holzbildhauer, würde ich sagen, ich arbeite mit der Maserung des Holzes. Und das ist für mich eine meditative Praxis. Es geht weniger darum, dass ich als Künstler dem Material meinen Willen aufzwinge, sondern eher darum, dass ich mich mit einem gewissen Anfänger-Geist der Sache nähere und herauszufinden versuche, was das Stück selbst will und wie wir das dann gemeinsam umsetzen.

Diese Strategie findet man auch in den Kampfkünsten oder in asiatischem Handwerk. Ebenso auch in Schweizer Handwerk oder deutschem Handwerk, aber es ist leider ein bisschen in Vergessenheit geraten, auf diese Weise zu arbeiten und mit einem bescheidenen Entdeckergeist an die Sache heranzugehen.

Bärtsch mit anderen Musikern

TV:  Was du gerade gesagt hast, erinnert mich an Michelangelo, der seine Bildhauerkunst so beschrieb, dass er nur den überflüssigen Marmor beseitigen würde, um die sich darin befindliche Statue zu befreien …

Bärtsch: Genau, da geht es um genaues Hinsehen, um Fokus, und darum, sehr klar im Umgang mit dem Ausgangsmaterial zu sein. Man darf nur das entfernen, was auch wirklich entfernt werden muss. Nimmt man zu viel weg, dann zerstört man leicht das Kunstwerk. Mir hat auch die Idee einer Ökonomie des Materials dahinter immer sehr gefallen. Es ist schwierig, hier genau das erforderliche Gleichgewicht zu bewahren.

TV: Passiert es im Proberaum oft, dass du bei einem Stück etwas als zu viel empfindest und dann vorschlägst, diesen oder jenen Teil wegzulassen?

Bärtsch: Es ist weniger so, dass ich das sage, sondern viel eher so, dass wir gemeinsam zuhören und entdecken, was das Stück braucht. Sehr oft spielen wir zu viel oder wollen vielleicht auch zu viel, weil wir noch nicht ganz begriffen haben, wie das Stück eigentlich funktioniert. Es ist ja immer ein lebendiger Organismus, auch wenn es im Vorfeld von mir komponiert wurde.

Aber es gibt diese Tendenz von gut ausgebildeten, studierten Musikern, zu zeigen, was sie können. Je mehr man kann, desto mehr will man dann auch einbringen. Aber für mich ist der umgekehrte Weg interessanter: Je mehr ich weiß, je mehr ich kann, desto mehr möchte ich meinen Blick dafür schärfen, weniger zu machen und weniger zu beeinflussen. Ähnlich vielleicht wie in der Meditation, wo es darum geht, die Energie in die Ruhe zu bringen, also weniger zu machen, aber dafür mehr da zu sein, mehr Verbindung zu erfahren, mehr von sich selbst abzusehen. Insgesamt also eine Zurücknahme, eine Reduktion.

TV: Reduktion ist ein gutes Stichwort … Du hast deine Musik mal als Ritual Groove Music bezeichnet, was ich für einen sehr schönen Begriff halte. Ich habe selbst schon viele Rituale erlebt, sowohl im schamanischen als auch im christlich-mystischen Kontext. Und auch das Zen empfinde ich als stark ritualisiert. Rituale im religiösen Bereich können manchmal auch recht opulent daherkommen oder fast schon wie ein Theaterstück. Dein Ansatz ist aber eher minimalistisch, was das angeht, oder?

Bärtsch: Minimalismus beinhaltet eine gewisse Ästhetik, während die Reduktion für mich ein Verfahren ist. Mein »Modul 5« ist zum Beispiel ein sehr dichtes, sehr virtuoses Stück, das dennoch reduziert ist. Es geht eigentlich um ein eintaktiges Muster, das über das ganze Stück ausgebreitet wird, und das aufgrund dieser Reduktion in Verbindung mit der Dichtheit eher rituell als minimalistisch wirkt. Oft verstehen Menschen minimalistische Musik als Musik, die in gewissem Sinne leer ist, aber bei uns ist das oft anders. Rituell meint für mich, dass es auch sehr roh, sehr direkt sein kann, oder eben auch dicht und virtuos, ebenso dunkel.

»Je mehr ich weiß, je mehr ich kann, desto mehr möchte ich meinen Blick dafür schärfen, weniger zu machen und weniger zu beeinflussen.«

Japanische Musik ist oft sehr dunkel und karg, dazu perkussiv. Das schwingt auch bei uns mit. Daher wollte ich mit dem Begriff Ritual Groove Music weg vom westlichen Verständnis von Minimalismus, obwohl der Minimalismus natürlich ebenfalls einen großen Einfluss auf meine Musik hatte. Ritual Groove Music ist in diesem Sinne meine Perspektive, meine Brille, durch die ich bestimmte Aspekte und Zusammenhänge in Musik, in Ritualen und in der Kunst wahrnehme und sie auch zuspitzen möchte

TV: Der japanische Schriftsteller Tanizaki Jun‘ichirō spricht von der Schattenwirkung, ohne die es eigentlich keine Schönheit gäbe. Wenn ich mir traditionelle japanische Baustile, Tuschebilder oder auch Keramikkunst anschaue, kann ich das durchaus nachvollziehen.

Bärtsch: Ja, in der japanischen Kunst gibt es eine ganz spannende Mischung aus Rohheit und Archaik mit einer großen Meisterschaft und dem modernen Blick nach vorne. Qualitäten, die sich auszuschließen scheinen, dort aber miteinander vereint werden. Da geht es oftmals nicht um Perfektion, sondern um Einmaligkeit, in der die Meisterschaft sichtbar wird. Jedes Stück hat einen eigenen Charakter und ist unter Umständen sehr roh, weil das Material das so erfordert. Dadurch wird ein natürlicher Zugang zu einer ursprünglichen Energie geschaffen, und zugleich ist das Produkt sehr solide und brauchbar. Das gefällt mir sehr. Es vereint große Energie mit großer Ruhe. Auch das scheint sich auszuschließen, aber wer meditiert, weiß, dass diese Qualitäten sehr gut miteinander harmonieren.

»Minimalismus beinhaltet eine gewisse Ästhetik, während die Reduktion für mich ein Verfahren ist.«

TV: Die Schönheit dieser Objekte, von denen du gesprochen hast, liegen für mich auch oft in der Patina, die durch häufigen Gebrauch entsteht und die diese Objekte so einzigartig macht. Geht es dir mit deiner Musik manchmal ähnlich, dass ein sehr altes Stück sich mit der Zeit verändert und durch das oftmalige Spielen schöner wird?

Bärtsch: Unbedingt, ja. Das ist ein sehr schöner Aspekt, den du da ansprichst. Je öfter wir unsere Stücke spielen, je öfter wir sie »gebrauchen«, desto genauer schauen wir sie an und entdecken neue Dinge, die sich dann auch wieder auf unsere eigene musikalische Entwicklung niederschlagen. Dieser Vorgang ist bei uns ganz wichtig. Wir spielen Stücke aus der Anfangszeit unserer Musikerlaufbahn noch heute, verändern sie, entwickeln sie weiter und sind in der Regel auch kompetenter im Umgang mit ihnen. Nicht zuletzt darin, sie nochmal zu vereinfachen, obwohl sie damals schon einfach waren, wir sie heute aber mit anderer Erfahrung anschauen und verstehen können.

TV: Könnte man diesen Vorgang ritualisierte Reduktion nennen? Ich habe oft in Benediktinerklöstern erlebt, dass die vorgegebene Struktur, die manche unangenehm finden, für mich Freiheit erzeugt. Kann der reduzierte Rahmen, den du für deine Musik absteckst, eine ganz eigene Form von Freiheit hervorbringen und Raum für Improvisation schaffen?

Bärtsch: Genau so ist es, das geht gar nicht anders. Freiheit bedeutet Verantwortung zu übernehmen und umgekehrt. Das bedeutet, wenn wir ein Setting entwickeln, Absprachen, Regelsysteme innerhalb zum Beispiel der Gemeinschaft oder – in unserem Falle – der Band, dann hilft uns das, innerhalb dieses Rahmens kreativer zu werden, weil wir dem Rahmen vertrauen und mehr riskieren können.

Kalligrafie von einem Zen-Kreis

Durch selbstgewählte Einschränkung entsteht sehr viel Freiheit, denn es zeichnet ja in der Regel kreative Menschen aus, dass sie zu viele Ideen haben und zu viele Interessen. Einschränkung hilft bei der Konzentration, und diese Idee hat sehr viel zu tun mit den religiösen Orden. Es stellt sich dann immer die Frage danach, wann es ein rigides System wird und wie freiwillig das Ganze auf sich genommen wird, aber aus einer neutralen Position heraus würde ich sagen, dass der Rahmen Kraft erzeugt.

Nicht nur als Einzelner in unserer Individualgesellschaft, sondern auch als Gemeinschaft, als Gruppe, als Band. Wir können dann Dinge gemeinsam ausloten, zu denen wir alleine nicht in der Lage wären. Ich finde, das ist auch ein wichtiger Aspekt bei der Meditation: In der Gruppe kommen wir dem Ziel näher, deshalb spielt die Sangha eine so zentrale Rolle. Heute wird das oft übersehen. Da fragt man sich, was es mir bringt, wenn ich jetzt zum Training gehe oder zur gemeinsamen Meditation … Aber es geht in Wahrheit darum, dass wenn ich ins Dojo gehe, alle trainieren können.

TV: Das ist ein sehr schöner Gedanke! Das kann ich auch in eurer Bandkonstellation gut nachvollziehen. Wenn ich mir eure Musik also als gemeinsames Ritual vorstelle, dann entdecke ich auch die Repetition, das Wiederholen eines Themas auf immer neuen Ebenen. Ist diese repetitive Bewegung für dich eine Form von Meditation? Ist ein Konzert zu spielen für dich ein meditatives Erlebnis?

Bärtsch: Idealerweise komme ich in einen meditativen Flow. Ich fokussiere mich, Ablenkungen treten in den Hintergrund, und wir können gemeinsam die Musik geschehen lassen. Ich denke, das lernt man ganz gut in der formalen Meditationspraxis, dass man sich konzentrieren kann ohne zu verkrampfen. Das ist eine Mischung aus Natürlichkeit und erhöhter Präsenz, für die man ein Leben lang trainiert. Wenn wir dann auf die Bühne gehen, suchen wir diesen Zustand, denn das Wichtigste ist, dass die Musik in dieser natürlichen Weise geschehen kann, dass sie im Kreis der Bandmitglieder passiert, aber auch in Verbindung mit den Zuhörenden. Alle, die sich im Saal befinden, tragen zu diesem Fokus bei. Darum haben wir in der Regel auch Licht und Soundtechniker oder -technikerinnen dabei, die uns kennen, damit das als Ganzes funktioniert und das Eintauchen in die Musik einfacher wird.

»Durch selbstgewählte Einschränkung entsteht sehr viel Freiheit.«

Gleichzeitig hast du etwas anderes angesprochen, nämlich das sich Wiederholende im Ritual. Wir spielen zum Beispiel jeden Montag in einem Club, den ich selber mitbegründet habe, das Exil in Zürich. Das hilft mir auch, das Ganze zu strukturieren und die Wiederholung zu trainieren und mich jedes Mal zu fragen: Was ist heute anders? Was kann ich heute lernen? Was bedeutet mir dieses Stück?

Und gleichzeitig ist die Wiederholung gesetzt, muss nicht hinterfragt werden, sondern ergibt in sich Sinn und ist quasi etwas Heiliges. Die Idee, dass ständig alles in die Zukunft weisen soll, macht Menschen irgendwann wahnsinnig, weil sie nie in der Gegenwart sind. Daher sind diese sich wiederholenden Momente eine Art Anker, ein Bezugsrahmen, in dem ich mir selbst begegnen kann. Was geschieht in der Wiederholung? Was überrascht mich genau jetzt? Das scheint mir etwas ganz Wichtiges zu sein.

TV: Das erinnert mich an die Achtsamkeit, die wir auf jeden einzelnen unserer Atemzüge richten können, die sicherlich auch alle recht ähnlich sind, aber eben doch Unterschiede aufweisen. Mit jedem Atemzug kommen wir von einem Jetzt ins andere. Oder in deinem Fall: Mit jedem Ton des Klaviers kommen wir von einem Moment in den anderen.

Bärtsch: Das Phänomen des Gleichen, der Wiederholung und der Entwicklung daraus ist etwas Urmenschliches. Es mag wie eine Plattitüde klingen, aber wenn wir die Achtsamkeit auf den Moment verlieren, dann geraten wir in Stress oder werden krank. Dann spüren wir, wie essentiell es ist, sich auf den Augenblick zu konzentrieren, und wie wichtig gewisse Rituale sind, ganz gleich, ob in der Kunst oder der Religion. Gleichzeitig müssen wir auch achtsam sein, genau hinzuschauen, wo ein Ritual nur noch dazu dient, andere zu strukturieren oder sie zu unterdrücken. Das ist dann etwas ganz anderes.

TV: Da hast du völlig recht. Was mir noch in deiner Musik auffällt, ist die große Klarheit, die trotz aller Finesse stets spürbar ist. Und ich weiß, dass du als Comic-Sammler eine große Vorliebe für Hergé und die Ligne Claire hast – wenige Striche wie eben bei Tim und Struppi, aber mit großem Ausdruck. Hat diese Form der Klarheit in gewisser Weise deinen musikalischen Ausdruck beeinflusst?

Bärtsch: Absolut! Ich könnte sogar etwas provokativ sagen, dass Klarheit für mich wichtiger ist als Wahrheit. Klarheit ist ein wunderbar neutraler Begriff, und Klärung bringt in der Regel überall viel Gutes. Klarheit ist Präzision, und die interessiert mich viel mehr als Perfektion. Bei der Präzision geht es darum, etwas immer und immer wieder zu üben und zu trainieren, um der größtmöglichen Klarheit nahezukommen.

In Hergés Werk können wir das sehr gut sehen, und das hat mich fasziniert. Als Kind habe ich über diesen Aspekt natürlich nicht nachgedacht, sondern ich mochte diese Comics einfach. Meine Mutter hatte sie mir mitgebracht, weil ich ansonsten viele amerikanische Comics las und sie sich gefragt hatte, ob es da nicht auch Besseres gäbe. Ein Buchhändler hat ihr dann Tim und Struppi empfohlen und so begann meine Leidenschaft für Hergé, die sich erstmal auf die Geschichten selbst richtete. Erst später ist mir die Klarheit und das innere Gleichgewicht aufgefallen – von einzelnen Zeichnungen einer Figur oder eines Objekts bis hin zur Komposition ganzer Seiten, der Farbgebung, der Stimmung, der Dramaturgie.

All das hat mich fasziniert, und auch die Tatsache, dass ein Mensch sein ganzes Leben solch einer Comicserie gewidmet hat. Hergé hat noch ein paar andere Sachen gezeichnet, aber im Großen und Ganzen waren Tim und Struppi sein Leben. Und je länger diese Serie lief – insgesamt sind 24 Alben erschienen –, desto mehr wurde auch jedes einzelne Comic-Album vorbereitet und mit einem ganzen Team umgesetzt. Ganz ähnlich also wie bei uns und unseren Musik-Alben. Es dauert lange, bis alles steht, bis alles geprobt ist, bis wir wissen, was wir aufnehmen und was nicht.

Und dabei geht es immer um Klarheit und um Kommunikation: Wohin führt das Album? Was passiert zwischen uns als Musizierenden und den Hörenden? Man kann sehr viel an solchen Fragen arbeiten, damit das funktioniert. Und das muss man meiner Meinung nach auch. Es reicht nicht, etwas nur für sich selber zu schreiben, denn es geht um eine Partnerschaft zwischen Kunstschaffendem und Publikum.

TV: Im Prinzip also eine Beziehung … Das bringt mich zum nächsten Punkt, denn du machst auch seit vielen Jahren Aikido, das auf mich oft wie ein gemeinsamer Tanz wirkt oder eine Beziehung, die aufgenommen wird. Da scheint mir eine große Achtsamkeit auf dem Gegenüber zu liegen, ein Zuhören, ein Lauschen auf das, was an subtilen Botschaften kommt. Überträgst du das Konzept des Aikido ebenfalls auf deine Musik? 

Bärtsch: Aikido ist für mich auch ein Weg, mich in der Musik zurechtzufinden. Das jahrelange Training hilft mir, nicht in meine eigenen Fallen zu gehen, weil Aikido die einzige Kampfkunst ist, die das Unmögliche probiert, nämlich mit dem Gegenüber, der in der Regel eine angreifende Person ist, in Einklang zu kommen. Es geht um beide, nicht nur um den einen oder den anderen, nicht darum, wer gewinnt oder verliert, sondern wie man gemeinsam die Situation klärt und niemand dabei verletzt wird. Das bedeutet nicht, dass das in einem echten Straßenkampf funktionieren würde – es ist Kampfkunst, in der man sich selbst schult und die die eigene Aufmerksamkeit fördert.

Ich lerne vom Aikido auch immer wieder viel für meine Musik: präsent sein, ruhig bleiben, Freude haben, auch wenn einmal ein Fehler passiert, in Verbindung bleiben, mich um andere kümmern. Für mich ist es wichtig, all das zu trainieren, damit es in den verschiedensten Bereichen meines Lebens funktioniert. Ich betrachte mich als Übenden, der immer wieder darauf achtet, dass der Atem stimmt, die Haltung stimmt, ich wirklich präsent bin.

TV: In deinem Buch sagst du, dass ein Modul, ein Musikstück, für dich eine Kata ist und zugleich ein Koan – also eine festgelegte Bewegungsabfolge und eine paradoxe Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt … Kannst du das etwas erläutern?

Bärtsch: In jedem Modul gibt es eigentlich ein Thema, das ich versuche, sehr geklärt zu präsentieren. Eine Abfolge von Tönen, ganz ähnlich der Abfolge von Bewegungen in der Kata. Zugleich ist es mehr als eine Idee für ein Musikstück, denn es ist immer auch eine Fragestellung. Ich übe und beschäftige mich mit den Modulen, sie werden größer und komplexer, und dann tauchen Fragen auf, wodurch das ganze Setting des Musikmachens zu einem Koan wird. Je tiefer ich da eintauche, je besser ich bei der technischen Umsetzung werde, je mehr Überlagerungen von verschiedenen Rhythmen ich spielen kann, desto mehr Fragen ergeben sich.

Ich beginne zu improvisieren, mich auf einer weiteren Ebene mit dem Thema auseinanderzusetzen … und dann spüre ich, wie eine ganze Welt sich öffnet. Es ist schon spannend, dass die Dinge am Anfang leichter erscheinen, und je mehr ich spiele, sie umso komplexer werden. Darum finde ich den Vergleich mit Kata und Koan so passend, weil das Kata sehr praktisch ist und das Koan das Paradoxe einbringt, welches das eigene Wissen um die Dinge aushebelt.

»Ich fokussiere mich, Ablenkungen treten in den Hintergrund, und wir können gemeinsam die Musik geschehen lassen.«

TV: Ich würde gern zwei weitere japanische Begriffe in unser Gespräch einbringen. Den Anfängergeist – shoshin – hast du vorhin schon genannt. Der andere Begriff lautet mushotoku, die Absichtslosigkeit. Ich weiß, dass dir beide Begriffe etwas bedeuten. Kannst du dazu etwas sagen?

Bärtsch: Anfängergeist habe ich einfach immer wieder bei Menschen vorgefunden, die ich extrem bewundert habe. Menschen, die in ihrer Kunst oder ihrem Handwerk sehr weit waren, sich aber die Neugier und die Hingabe an die Sache selbst bewahrt haben. Das erscheint mir wie ein Lebenselixier, das verhindert, dass wir irgendwann denken, wir hätten das Ziel erreicht, wüssten, wie alles geht. Das ist der Tod der kreativen Veränderung, und vor dieser Falle aus Überheblichkeit muss man sich wirklich hüten.

Dazu gehört dann auch der Drang, Dinge ausprobieren zu wollen, Dinge lernen zu wollen, Dinge möglich machen zu wollen. Manfred Eicher, der Produzent und Gründer des Labels ECM, mit dem wir arbeiten, ist ein gutes Beispiel für diese Form des Anfängergeistes. Er ist jetzt 82 und im Studio immer hellwach, interessiert und produziert immer noch neue Musik für die Welt.

TV: Einer der bekanntesten Sätze aus Shunryu Suzukis »Zen-Geist, Anfänger-Geist« lautet: »Im Anfängergeist gibt es viele Möglichkeiten, im Geist des Experten nur wenige.« Nun bist du auf deinem Instrument sicher alles andere als ein Anfänger – ist es schwierig für dich, dich immer wieder in den Anfängergeist hineinzuversetzen?

Bärtsch: Nein, das fällt mir nicht so schwer. Ich bin ein Fan der Möglichkeiten und möchte viel davon umsetzen, wodurch es immer wieder neu wird. In der Musikwissenschaft wird betont, dass zum Beispiel Beethoven das ultimative Werk geschaffen habe, dass jeder Ton perfekt sei. Aber wir vergessen dabei oft, dass Beethoven extrem gut improvisieren konnte, seine Fähigkeiten so groß waren, dass er immer mehrere Möglichkeiten hatte. Er hat sich eine Wahl erarbeitet, blieb beweglich, das finde ich wichtig.

Und um auf den anderen Teil deiner Frage zurückzukommen: Absichtslosigkeit hat für mich mit Respekt, Bescheidenheit, Freundlichkeit, Zuneigung und Menschenliebe zu tun. Oft geht es in der Kunst zu sehr um den Künstler und seine »Größe«, aber Absichtslosigkeit bedeutet für mich, genau davon wegzukommen und den eigenen Dominanzwillen zu transzendieren. Stattdessen zuhören, kommunizieren, zusammenspielen und herausfinden, was in diesem Moment angemessen ist. Was will die Musik in diesem Augenblick? Wo braucht es Raum? Wo kann ich loslassen? Dafür muss man sensibel werden, denn die Absicht, dieses oder jenes unbedingt erreichen zu wollen, führt uns aus dem Moment heraus.

Hand drawn musical notes and symbols pattern

TV: Da klingt für mich wieder die Ähnlichkeit zur Meditation an. Wenn ich mich hinsetze und unbedingt will, dass es jetzt ganz still in meinem Geist sein soll, dann wird es ziemlich sicher eine schwierige Sitzung.

Bärtsch: Ja, genau. Das Wollen steht uns dann im Weg. Allerdings dürfen wir die Absichtslosigkeit nicht mit Ambitionslosigkeit verwechseln. Vielleicht rennen wir manchmal Vorstellungen wie der Erleuchtung wie einer Rübe hinterher, aber wir benötigen schon einen inneren Grund, um uns überhaupt auf den Weg zu begeben. Ambition im Sinne von Fokus sollten wir daher nicht loslassen – das wäre ein Missverständnis. Zum Beispiel habe ich von einem Ort geträumt, an dem wir immer spielen können, daher habe ich einen Club gegründet. Dafür braucht es schon Ambition. Nicht, um es zu erzwingen, sondern um daran zu wirken, was mir wichtig ist. Da kommen wir dann auch wieder auf den Anfängergeist zurück.

TV: Du hast in deinem Buch auch darüber geschrieben, dass Kunst ein Utopia erschafft. Darin ist ja auch ein Wunsch für die Zukunft inbegriffen, der sich deinen Ausführungen nach immer für etwas einsetzt und nicht nur gegen etwas. Es geht also darum, Werte zu erschaffen oder auch Sinn. Kannst du dazu noch ein bisschen mehr erzählen?

Bärtsch: Das Utopia, das ich meine, ist mehr ein Ort, ein wirklich existierender Ort und nicht nur ein Gedanke. Ich nenne diesen Ort gern Planet Music. Und auf diesem Planeten funktioniert vieles ganz anders als in der Gesellschaft, die wir ansonsten kennen. Wir haben als Band Kontakte zu Menschen in der ganzen Welt, mit verschiedenen Nationalitäten und verschiedenen Hintergründen, die alle fasziniert sind vom Phänomen Musik, die gemeinsam daran arbeiten möchten, die Freude daran haben und Dinge anders formulieren möchten als allgemein üblich. Ein wunderbar lebendiger Planet von Gleichgesinnten, die aber nicht alle gleich sind. Das ist mein Utopia, mit dem ich zeigen möchte, dass solch ein Miteinander funktioniert. Ein Entwurf, der Menschen überzeugt – nicht, in dem er sich gegen etwas richtet, sondern indem er aufzeigt, dass es auf andere Weise interessanter sein kann.

Mit interessanten Menschen mit einer menschlichen und spirituellen Haltung. Mir geht es einfach besser, wenn ein Klavierton erklingt, und wenn ich solche Töne gemeinsam mit anderen Menschen erzeuge, dann geht es mir noch besser. Ich brauche das zum Überleben. Gewisse Dinge in unserer Gesellschaft stressen mich enorm und ich verstehe sie nicht. Aber statt zu jammern und mich zu beschweren, möchte ich lieber zeigen, dass es bei uns einfach interessanter ist.

TV: Das ist ein wunderbarer Ansatz, finde ich. Meinst du, dass auch formale Meditation innerhalb einer Gruppe etwas zu diesem Utopia beitragen und ähnliche Werte erschaffen kann?

Bärtsch: Ich nehme wahr, dass viele Menschen Meditation interessant finden, weil sie denken, dass sie mithilfe der Meditation beispielsweise ruhiger und entspannter werden, besser atmen können, länger leben, weniger Probleme im Job und in der Familie haben. Das ist letztlich aber alles recht ich-zentriert, und ich denke, die Meditation dreht sich eigentlich darum, von dieser Ich-Zentriertheit fortzukommen. Dass es uns gemeinsam besser geht, sollte im Vordergrund stehen, aber dieser Gemeinschaftsaspekt geht leider immer mehr verloren. Auch das Vereinsleben stirbt ja aus. Doch es geht um Vertrauen, um das gemeinsame Organisieren von Dingen, um das Aushandeln von Meinungen und den gesunden Umgang mit Konflikten. Für mich war das auch immer ein Hauptaspekt der Meditation, wie ich sie kennengelernt habe.

»Klarheit ist Präzision, und die interessiert mich viel mehr als Perfektion.«

TV: Die Sachen, die du ansprichst, werden ja oft auch der Achtsamkeitsszene vorgeworfen: Dass es sich dort um Funktionen und Ziele dreht, darum zu meditieren, um weniger Stress zu haben, keinen Herzinfarkt zu bekommen, im Job effizienter zu sein und ähnliches. Die Meditation wird vom traditionellen Hintergrund losgelöst – womit ich erstmal überhaupt kein Problem habe – aber sie wird auch vom rituellen Kontext gelöst, der unter Umständen genau dieses gemeinschaftsbildende Element ist, was dann letztlich fehlt …

Bärtsch: In einer Gemeinschaft, die auch das Ritual pflegt, bekommst du auf jeden Fall irgendwann eine Aufgabe. Du kannst nicht nur kommen und profitieren, sondern musst dich einbringen. Ich hatte auch mal so einen Job in einem Verein, musste zu den Sitzungen kommen, musste das ernst nehmen und präsent sein. Ähnlich ist es auch in einer buddhistischen Sangha, wo diese organisierende, gemeinschaftliche Arbeit eine Erweiterung der meditativen Praxis ist. Vielleicht putzt man die Klos, aber man putzt sie eben für alle – und das ist ganz wichtig! Spirituelles Leben und auch Leben ganz allgemein ist immer Leben in Gemeinschaft, was auch bedeutet, die eigene Position in dieser Gemeinschaft zu klären und sich zu fragen: Was tue ich eigentlich für diese Gemeinschaft? Wie du schon gesagt hast, ist das Ritual – solange es lebendig ist – etwas Gemeinschaftsbildendes. Es ist ein Achtsamkeitstraining, das verbindet.

TV: Das Thema Gemeinschaft und die damit zusammenhängenden Punkte Zugehörigkeit und Freiheit, bringen mich auf einen anderen Gedanken, über den ich gern mit dir sprechen würde. Deine Band heißt Ronin, ein Begriff für einen herrenlosen Samurai. Im Gegensatz zu dem Samurai, der im Hofstaat seines Dienstherrn lebte, wanderte der Ronin umher. War diese Konnotation bei der Namensgebung wichtig für dich?

Bärtsch: Zu der Entscheidung für den Namen Ronin gab es viele Hintergründe. Zuerst einmal besteht das Wort Ronin aus zwei japanischen Schriftzeichen: Welle und Mensch. Der Ronin ist also der Wellenmensch, und das fand ich in vielerlei Hinsicht interessant. Die Welle ist auch das Schicksal, man ist mal oben und mal unten. Ebenso ist die Welle die Resonanz. Man kann die Welle also im großen Sinne als Schicksal und im kleineren Sinne als einen Bezug auf die Musik verstehen. Darüber hinaus ist die Freiheit des Ronins auch mit Verantwortung für sich selbst verbunden. Alle Bandmitglieder sind echte Freigeister, die nur mit mir zusammenarbeiten, weil sie das wollen. Dieser Spirit war mir von Anfang an wichtig, weil es schon schwierig ist, einen Weg als tatsächlich konzertierender Musiker oder konzertierende Band zu gehen, wenn du nicht diesen Fokus und diese Klärung hast.

Im Begriff Ronin schwingt also vieles mit, das mir wichtig ist, und ebenso ist dieser Weg immer ungewiss, wie es auch der Weg des Musikers ist. Manche der Ronin entwickelten sich im Laufe der Zeit zu Räubern und Wegelagerern, andere waren eher Edelleute, die durch ihre Kampfkunst zum Beispiel als Schwertkampflehrer lebten. Man weiß also nicht, wie der Weg des Ronin endet. Auch das fand ich als Postulat an uns selbst sehr interessant, denn so muss der Spirit immer wieder neu gefunden werden.

TV: Der Samurai, der einem Herren dient, ist dagegen auf einem sicheren Weg. Dafür muss er sich aber auch gänzlich dem Willen dieses Herrn unterwerfen.

Bärtsch: Ja, das hat immer verschiedene Aspekte, bringt Vor- und Nachteile. Der Samurai ist sicher, der Ronin ist frei, wofür er aber weniger Sicherheit und dafür mehr Eigenverantwortung hat. Diese fehlende Sicherheit habe ich auch gespürt, als ich mit Ende 20 versuchte, mir einen Namen in der Musikszene zu machen. Das war verflucht schwierig und es wäre wohl einfacher gewesen, sich eine Anstellung zu suchen, um ein regelmäßiges Einkommen zu haben. Aber mir schien der Nachteil zu überwiegen – nicht mehr wirklich für etwas zu brennen und an Schärfe zu verlieren. Ich möchte nicht eine Möglichkeit gegen die andere ausspielen, aber unsere Richtung ist nach wie vor ganz eindeutig die des Ronin.

Ich muss allerdings auch dazu sagen, dass ich immer versucht habe, ein sehr verantwortungsvoller Ronin zu sein. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter. Mir war wichtig, dass meine Musikkarriere nicht auf ihre Kosten stattfindet, sie nicht unter meiner selbstgewählten Freiheit leiden. Das erschien mir auch im Sinne einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung durch Meditation und Kampfkunst sinnvoll.

TV: Verantwortungsvolle Freiheit wäre auch ein schöner Begriff für die Meditation selbst, denke ich. Sozusagen die Verantwortung dafür zu übernehmen, was im eigenen Oberstübchen so abläuft, und daraus die Freiheit zu gewinnen, wirklich zu agieren anstatt nur zu re-agieren.

Bärtsch: Im Zen heißt es, dass das Denken eigentlich wie ein Sinn ist, den man nicht einfach abstellen kann. Man kann es als Werkzeug verstehen lernen, dann kann man beginnen, es zu nutzen und gut damit umzugehen. Man trainiert sozusagen diese Freiheit und kommt dadurch ins Handeln ohne sich als Opfer der Existenz zu fühlen. Das ist mir sehr wichtig, und ich würde das nicht schaffen ohne diese Meditationspraxis, die sich über Jahrhunderte bewährt hat, und die Kampfkunst, die mich lehrt mit Aggression und Gewalt in mir umzugehen. All dies ist ein permanentes Üben.

TV: Glaubst du, dass Menschen diese Kraft des meditativen Geistes irgendwie nutzen können, um Probleme anzugehen, den wir uns heute gegenüber sehen? Dass die Rückkehr in den gegenwärtigen Moment gleichzeitig auch Hoffnung für die Zukunft schaffen kann?

Bärtsch: Ein ganz wichtiges Merkmal von Meditation, Kampfkunst und Musik ist das Schweigen. Wenn ich sehe, wie viel über Probleme und Herausforderungen geredet wird, dann denke ich oft, dass es angebracht wäre, mal innezuhalten, zu überlegen, zuzuhören, zuzuschauen, zu beobachten, auch das Gegenüber zu prüfen … Und dieses achtsame Schweigen übt man in der Meditation, in der Kampfkunst und auch beim gemeinsamen Musikmachen. Daraus ergeben sich Alternativen und man entdeckt vielleicht Antworten, die gar nicht so neu sind, sondern die schon immer zu uns Menschen gehörten: Kooperation, Zusammenarbeiten, Empathie, Hinwendung zum anderen.

Wir müssen einfach immer wieder üben und lernen, darauf zurückzugreifen. Und manchmal kommen wir durch das Innehalten ja auch auf unsere eigene Endlichkeit, was die Dinge auch wieder ins rechte Licht rückt und uns zum Wesentlichen zurückführen kann.

TV: Ich danke dir sehr für das Gespräch, das wirklich inspirierend war. Ich glaube, ich werde deine Alben jetzt noch mal mit anderen Ohren hören und all dem Gesagten in deiner Musik nachspüren. Vielen Dank für deine Zeit!

Das Interview führte Dirk Grosser.

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Portrait von Nik Bärtsch

Nik Bärtsch ist ein Schweizer Pianist, Komponist und Autor, der mit seinem Kernprojekt Ronin eine Mischung aus Jazz und minimalistischer Musik spielt und ein internationales Publikum begeistert. Als Gastdozent war und ist er immer wieder an verschiedenen Hochschulen tätig, z.B. der Zürcher Hochschule der Künste, der Jazzschule Luzern oder am Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance in London. Darüber hinaus ist er Gründer und Miteigentümer des Clubs Exil, des Labels Ronin Rhythm Records und des Currents Festivals in Zürich.

Webseite: nikbaertsch.com

Bildnachweis: © Adobe Stock, Nik Bärtsch

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