Auf dem Weg zum Bewusstsein des dritten Jahrtausends

Von Märchen, Heiligen Büchern & anderen Narrativen

Saskia Baumgart

Können wir auf gesellschaftlicher Ebene immer so weiterleben wie bisher? Nein, meint unsere Autorin Saskia Baumgart, denn es geht längst um unsere Existenz. Es steht ein Bewusstseinssprung von reiner Rationalität hin zur Herzintelligenz an. Mit diesem neuen Bewusstsein lassen sich nicht nur Kriege, Konflikte und Traumata auflösen, sondern es werden auch die weiblichen Energien gestärkt, welche die derzeitige Dysfunktionalität der Gesellschaft beheben könnten, um so ein neues Einheitsbewusstsein zu erreichen.

Als das Wünschen noch geholfen hat ...

Davon erzählen uns die Geschichten, mit denen wir in diese Welt entlassen wurden. Mit den sogenannten Märchen als frühester Orientierung sind alle von uns aufgewachsen. Sie haben uns auf die bevorstehenden Abenteuer des Menschseins, auf die Herausforderungen und Prüfungen des Lebens vorbereitet. Wir haben gezittert, mit unseren Held:innen gefühlt und waren erleichtert, wenn das Gute das Böse, spätestens am Schluss der Geschichte, endlich besiegte. Meist war es so. Wir wurden älter und die Märchen veränderten sich, geringfügig, sie wuchsen mit. Ihre Themenauswahl passte sich uns an, oder war es in Wirklichkeit andersherum? Die Guten wurden belohnt und die Bösen bestraft, auch wenn die Gerechtigkeit manchmal Umwege nahm und damit den dramaturgischen Spannungsbogen streckte. So lernten wir zu unterscheiden, um bewusster Mensch zu werden.

Die Moral von der Geschichte kam immer am Schluss und erzählte uns, so ganz nebenbei, von den universellen Werten der Welt, in die wir hineingeraten waren – Mutter-Planet Erde. Mit zunehmender Informiertheit, Bildung genannt, fiel uns nicht nur auf, dass viele Märchen der Welt auffallend ähnliche Handlungslinien beschreiben, sondern auch dass ihre Enden auffällig abgerundet erscheinen – zugunsten von Moral und Ethik. Man schien sich zu bemühen uns auf diese Weise schlussendlich zu vermitteln, dass der Mensch ein Guter sei, so lautet das Resümee der meist unbekannten Märchenerzähler. Handelt es sich hier um eine pädagogische Strategie?

Märchen und Heilige Bücher

Falls es eine Zielstellung dieser speziellen Geschichten gibt, die den Jüngsten als Erstes erzählt werden, so besteht sie offensichtlich darin, ihnen eine innere Vorbereitung auf die bevorstehende menschliche Reise mit ihren universellen Themen zu geben. Menschlichkeit und Güte werden als höchstes lohnenswertes Gut beschrieben. Die Warnung vor der Entscheidung zur entgegengesetzten Programmatik, zu Hass und Gier, wird indirekt vermittelt, als Warnung vor Fehlgängen. Dieser offizielle Erzählstrang ist dem der sogenannten »Heiligen Bücher« der Weltreligionen auffallend ähnlich. Praxisempfehlungen um die sogenannten Tugenden, edle Charaktereigenschaften, zu entwickeln, gibt es in den Märchen zahlreiche, indirekt und eingebettet in den Handlungsverlauf dieser typischen Heldenreisen. Meist weisen sie auf das gute – oder sich zum Guten wendende – Herz des Helden oder der Heldin der Geschichte hin. In den Erzählungen der religiösen Bücher, die wie spirituelle Märchen anmuten, wird das universelle Gesetz Gottes betont und zum Leitfaden menschlichen Handelns erhoben. Viele jener Bücher erscheinen wie Erziehungsratgeber für große Kinder. Wenig ist dort die Möglichkeit eines freien Willens beschrieben, was Erwachsenen angemessener wäre – so die Kritik vieler aufgeklärter Menschen des dritten Jahrtausends.

Eine freiwillige und selbstermächtigte Hinwendung zum sogenannten Guten, zu menschlicher Ethik, als Entsprechung von echter Güte, entsprechend unseres Zeitalters des Individualismus fehlt hier. Es zeigt sich, aus welcher Zeit die Bücher stammen, einer Ära, in der das menschliche Kollektiv noch stark im Stammesbewusstsein verankert war.

Individuelles Bewusstsein und darauf basierende Entscheidungen waren in dieser Epoche schwer zu erlangen, da sie in der Regel hart bekämpft wurden, als bedrohliche Tendenz für die diktatorische Gesellschaftsform des Patriarchats. Nichts ist umkämpfter als das Prinzip Liebe, als Grundlage einer Ethik der bewusst gewählten liebe- und respektvollen Haltung zum Leben und zum Menschen. Genau hier öffnet sich ein riesiges Konfliktfeld, weltumspannend, das Menschen daran hindert, sich ethisch zu entwickeln, auf einer Grundlage von Mitgefühl und Verständnis für das Andere im Anderen. Dieses Grundverständnis als eine universelle Leitlinie im Denken und Handeln zu teilen, aus basaler Liebe, im Sinne einer größeren, umfassenderen, wäre ein entscheidender Schritt im Sinne der geistigen Evolution des Menschen. Hierfür braucht es Weisheit, die kollektives wie individuelles Bewusstsein friedvoll zu vereinen imstande ist.

Vererbtes Trauma

Konflikt und Krieg gelangen offenbar so viel leichter und schneller in die Umsetzung, obwohl ihre Resultate massives Elend und nachhaltiges Drama produzieren – große leidvolle Gewichte auf den Schultern aller Mitglieder der Menschheitsfamilie. Diesen menschlichen Grundzustand erhalten und erzeugen wir als Angehörige dieser speziellen Spezies inzwischen über eine riesige Zeitspanne mehrerer Jahrtausende. Das Phänomen lässt sich nachvollziehen, soweit wir die Zeitspanne historisch überblicken, dank schriftlicher Zeugnisse in Worten und Bildern sowie durch zahlreiche mündliche Erfahrungsberichte in Form von uralten Geschichten und Liedern.

Sie berichten von einem unfassbaren Ausmaß von Gewalt zwischen menschlichen Artgenossen, von deren Sorte wir immer noch unzählige an zu vielen Orten der Erde vorfinden. Diese Umgangsformen muten in ihrem Zusammenspiel eher als ein extrem unintelligentes »Gegen-Spiel« an. Die Art sadistischer Grausamkeit findet sich gegenüber jeglicher anderen Lebensform, mit der die menschliche Spezies in Kontakt kommt. Als Projektion lässt sie sich in vielen Filmen finden, die zum Beispiel außerirdische Zivilisationen als böse und feindselig beschreiben, oder in Fabeln, den uralten Weisheitsgeschichten, deren Protagonisten Tiere sind.

Die indigenen Erfahrungsberichte sprechen von sieben Generationen, die es braucht, um ein kollektives Trauma zu beenden, d. h. es nicht länger zu vererben und das transgenerationale Drama beenden zu können.

Die indigenen Erfahrungsberichte sprechen von sieben Generationen, die es braucht, um ein kollektives Trauma zu beenden, d. h. es nicht länger zu vererben und das transgenerationale Drama beenden zu können. Andernfalls wird der Schmerz aus einem tiefen Mangel an Bewusstheit und Liebe unbewusst reproduziert; es wird also kollektiv weitergelitten. Die traumatische Verkettung der Opfer-Täter-Dynamik, die wir in allen Regionen der Erde beobachten können, überall wo Mensch präsent ist, wirkt unverändert zerstörerisch. Die Möglichkeit der Heilung dieser Wunde liegt im Spektrum der Möglichkeiten desjenigen, der sie erkennt und sich dafür entscheidet.

Da die Existenz einer Herzintelligenz an der damals verordneten Rationalität rüttelt und den noch immer bestehenden fragwürdigen Anspruch ihrer Alleinherrschaft bedroht, gibt es eine verbreitete Paranoia dem menschlichen Gefühls- und Liebes-Zentrum gegenüber. Als Folge davon finden wir aversive bis allergische Reaktionen gegenüber allem, was sich auf emotionale, intuitive und spirituelle Phänomene bezieht. 

Für ein wirkliches Begreifen dieses destruktiven Kreislaufes reicht das erkennende Auge allein nicht. Hier braucht es die Kraft des mitfühlenden Herzens, das vielgerühmte der Märchen und Religionen, welches die Wissenschaft seit der Phase der Aufklärung im 18. Jahrhundert misstrauisch beäugt. Da die Existenz einer Herzintelligenz an der damals verordneten Rationalität rüttelt und den noch immer bestehenden fragwürdigen Anspruch ihrer Alleinherrschaft bedroht, gibt es eine verbreitete Paranoia dem menschlichen Gefühls- und Liebes-Zentrum gegenüber. Als Folge davon finden wir aversive bis allergische Reaktionen gegenüber allem, was sich auf emotionale, intuitive und spirituelle Phänomene bezieht.

Die Intelligenz des Herzens

Trotz eines starken allgemeinen Trends hin zu genau dieser Art der erweiterten Wahrnehmung, die über die Reduktion auf Rationalität hinausführt, lässt sich die Angst vor dieser Erweiterung noch immer in allen Bereichen unserer westlichen Kultur finden. Interessanterweise findet sie sich ebenso im akademisch-universitären Bildungsblock wie im Bereich der Hochreligionen. Um aber in Richtung Menschlichkeit zu steuern, eine stärkere Herausbildung von Ethik zu fördern und den Weg nachhaltig zum Frieden zu ebnen, führt kein Weg an dieser Zone des menschlichen Geistes vorbei: der liebenden Intelligenz des Herzens – ein Bereich, der vielerorts brach liegt, ungenutzte Potentiale beinhaltet und sogar proaktiv bekämpft wird. Dieser Kampf gegen den Frieden ist in Wirklichkeit ein Kampf gegen den Ausgleich der gegenpolaren Strömungen von Ratio und Intuitio, Yin und Yang, Feuer und Wasser, männlich und weiblich. Er führt in den Krieg gegen die Liebe und bewirkt dadurch eine Verhinderung der größeren Kraft, die aus der friedvollen Vereinigung der Gegensätze entsteht.

Dieser Kampf gegen den Frieden ist in Wirklichkeit ein Kampf gegen den Ausgleich der gegenpolaren Strömungen von Ratio und Intuitio, Yin und Yang, Feuer und Wasser, männlich und weiblich.

Das verbindende Dritte entsteht immer in der Mitte von zwei komplementären Energieformen, die sich einander öffnen und verbinden. Erst dann kann eine nachhaltig heilsame neue Ebene der Wirklichkeit entstehen, als konstruktive Wirkungsmacht. Das Ergebnis dieser Verhinderung einer komplementären Einheit im Sinne einer Vervollkommnung ist weltweit deutlich als ein übermäßig starker Hang zur Destruktion erkennbar. Symptom davon ist eine starke ungezügelte Aggression bis zur Zerstörungswut, die sich deutlich in den sogenannten Untugenden oder Geistesgiften, wie Gier, Hass und Neid, als Treibstoff aller (un)menschlichen Schlachtfelder zeigt.

Wieso erzählen uns die Märchen dieser Welt von der überragenden Bedeutung eines mysteriösen »Stoffes«, an dem es im »wahren« Leben so existenziell mangelt und der sich als Güte, aus wahrer innerer Großzügigkeit, der Offenheit eines liebenden Herzens zeigt? Das Narrativ der Liebe scheint überlebenswichtig zu sein. Der Erhalt des Lebens, die Reproduktion der Schöpfung scheinen davon abzuhängen. Mit dem Schwinden dieses kostbaren Feinstoffes entschwindet die Chance der Lebensfähigkeit. Begleitphänomene von schweren Depressionen, wie Libidoverlust, das Fehlen von Lebensfreude und Lebenslust, können existenziell bedrohliche Zustände hervorbringen. Die massive Abhängigkeit von psychoaktivierenden Stoffen, Drogen, in Form von legalen und illegalen Substanzen, zeigt das Problem auf griffige Art in Zahlen und Fakten. Die brutal ausgetragenen Konflikte zwischen Volksgruppen auf allen Kontinenten, in unzähligen Partnerschaften und Familien, weisen auf dieselben Schlüsselfragen hin: Wie werden wir Menschen mehr zu dem, was wir als menschlich bezeichnen? Wie gelangen wir zu einer gesünderen umfassenderen Liebesfähigkeit, die einschließt statt auszuschließen? Was hat der angestrebte Zustand von friedlicher Koexistenz mit dieser Qualität zu tun, im kleinen individuellen wie im großen kollektiven Feld?

Gewaltfreies Matriarchat

Ein Blick hin zu matriarchalen Gesellschaftsformen, die parallel zu den uns bekannten patriarchalen auf allen Kontinenten existieren, ist eine lohnenswerte Inspiration. Ihre hoch entwickelten Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeiten stehen in auffallendem Kontrast zu dem uns allzu vertrauten Mangel an genau diesen Qualitäten. Dass ein Hauptmerkmal von feminin geprägten Gesellschaften das auffallende Vorhandensein von Friedfertigkeit und annähernder Gewaltfreiheit ist, hat hiermit zu tun. Hier scheint ein direkter Zusammenhang zu bestehen, als kraftvolles, natürlich präventives Mittel gegen destruktive Aggression, die sich in toxischen Beziehungen auf allen Ebenen des Menschseins niederschlägt.

Die Tendenz zur Gewalt kommt immer dort auf, wo nicht kommuniziert wird, weil aufrichtiger Dialog nicht opportun ist und ehrliche Reflektion verhindert wird.

Die Tendenz zur Gewalt kommt immer dort auf, wo nicht kommuniziert wird, weil aufrichtiger Dialog nicht opportun ist und ehrliche Reflektion verhindert wird. Wenn etwas unterdrückt wird, kann es sich nicht konstruktiv entwickeln und eine verhinderte Weiterentwicklung als frustrierende Stagnation wird wahrscheinlicher. Diese Frustration ist ein entscheidender Faktor im Auftreten von ungesunden Verhaltensweisen und Strukturen. Die Folgen davon können wir im gesellschaftlichen Leben, in unseren Beziehungen und Arbeitswelten, aber auch in den Angaben von Statistiken über Gesundheit und Krankheit erfahren. Die schwersten Auswirkungen zeigen sich inzwischen am alarmierenden Zustand der Erde, unserer existentiellen Lebensgrundlage – der vermutlich mächtigste und ehrlichste Spiegel unseres lebensbedrohlichen Verhaltens.

Um wirklich zu verstehen, was wir tun und was uns fehlt, um uns intelligenter und lebensförderlicher zu verhalten, kommen wir wieder am entscheidenden Punkt des Verständnisses nicht vorbei. Der berühmte Spruch von Antoine de Saint-Exupery: »Man sieht nur mit dem Herzen gut.« bringt das Phänomen auf den Punkt. In seinem Literatur-Klassiker »Der kleine Prinz« bewegt er das Menschheitsthema, mit tragischem Ausgang dieser Weisheitsgeschichte. Die gescheiterte Liebe des Prinzen und seine Einsamkeit bringen ihn zum Selbstmord. Auf dem Weg zu diesem Exit reflektiert er konsequent ehrlich über die klassische Verhinderung der Liebe und ihrer tragischen Konsequenz für das Leben, mit der Folge der Selbstauslöschung. Der weltweite Erfolg des Buches beruht vermutlich auf der klaren Erkenntnis und dem universellen Prinzip, das darin beschrieben wird, was jeden betrifft. Die resultierenden Kosten dieser Verirrung sind nicht länger tragbar und als lebensbedrohliche Folge eine riesige Gefahr für sämtliche Erdenbewohner. Letztlich ist es eine Frage der existenziellen Verantwortung, hier weiter zu lernen.

Eine neue Intelligenz

Es braucht dringend eine stärkere Bewegung, die über den aktuellen Status Quo der Begrenzung auf die mentale Intelligenz mit emotionaler Verhärtung als gefährlicher Folgeerscheinung hinausführt, hin zu einer komplexeren Intelligenz, welche die entscheidende Sphäre des Bewusstseins integriert. Hier führt der Weg zu einem organischen Einheitsbewusstsein, das die Verbundenheit von Ich und Du erkennt, Innen- und Außenwahrnehmung verbindet und ein tiefergehendes Selbstverständnis kultiviert. Dieses neue und gleichzeitig urälteste Bewusstsein ist an Erfahrungsräume gebunden, die eine gefühlte Einheit erlebbar machen. Rein theoretisch kann diese Erkenntnis nicht gewonnen werden.

Für den Weg in den Frieden braucht es die weibliche Perspektive der Wahrnehmung, in Frauen, Männern und anderen.

Insofern ist der aktuelle gesellschaftliche Trend zur Einnahme und Erforschung psychedelischer Substanzen sowie zu wissenschaftlichen Studien für Therapiezwecke zu diesem Thema höchst interessant. Schon immer waren diese Substanzen oder schamanischen Mittel Bewusstseinsöffner in die erweiterte Dimension von Wahrnehmung und Ganzheit, Initiation in spirituelles Wissen, mit der Möglichkeit, die real-existierende Einheit allen Seins praktisch zu erleben. Die Projektion von Schuld, als häufigste Ursache von Gewaltausbrüchen, wird hierdurch schwerer, während hingegen Reflektion und Kommunikation gefördert werden. Der Wunsch, sich proaktiv mit dem Gegenüber zu verbinden, und das Bewusstsein, mit allem verbunden zu sein, werden stärker. Eines ist klar und zeichnet sich immer konkreter ab, messbar in Zahlen und Fakten, die inzwischen statistisch erhoben werden: Für den Weg in den Frieden braucht es die weibliche Perspektive der Wahrnehmung, in Frauen, Männern und anderen.

Nicht zufällig ist es die über Jahrtausende abgewehrte wie abgewertete Blickrichtung. Wenn ein fundamental wichtiges Element in einer Gleichung fehlt, geht diese bekanntlich nicht auf, sie lässt sich nicht lösen, da das fehlende Mittel essenzieller Teil der Auflösung ist und in ihr als wichtigste Voraussetzung für das Gleichgewicht enthalten sein muss. Hier schließt sich der Kreis, der über den Mangel zum Teufelskreis für alle geworden ist. Da hilft nur noch eins: Ausstieg aus der Dysfunktionalität. Das erzwungene Fehlen, sprich die Unterdrückung weiblicher Präsenz und Intelligenz, Entscheidungskraft und Gestaltungsmacht, war der entscheidende Fehler in der Konditionierung oder Programmierung der Menschheit der letzten Jahrtausende. Wenn etwas existenziell fehlt, muss das gesucht und gefunden werden, was die Leerstelle füllt, damit der lebendige Gesamtorganismus nicht auseinanderfällt und stirbt.

Hierüber, anhand einer neuen Entscheidung, wird sich maßgeblich entscheiden, wie und ob die Reise der Menschen auf Planet Erde weitergeht. Es geht hier längst nicht mehr ausschließlich um Lebensqualität, eine qualitative Kultivierung des Geistes und damit eine evolutionäre Weiterentwicklung unseres Gesamtpotenzials. Inzwischen geht es um das pure existenzielle Dasein, die ursächliche Frage von Weiter-Existieren-Können oder nicht. Wünschen wir uns die notwendige Courage, als Mut aus der wahren Demut, die von Herzen kommt. Hierfür braucht es echte Liebeskraft, die einzig wahre Macht, die jedes Märchen beschwört – jenseits aller Illusion. Machen wir uns also nicht länger etwas vor, sondern das Beste daraus, indem wir sie in uns selbst ermöglichen: die Wende hin zur geschmähten Hemisphäre, der weiblichen Seite der Realität. Deren Stärke, besondere Gabe und Auftragslage ist es zu schöpfen und Schöpfung zu erhalten. Genau das ist es, was sowohl die Biosphäre Terra als auch wir, im Umgang mit uns selbst, als Gesamtorganismus, als Mensch auf Erden, so dringend benötigen.

Zur Autorin: 

Saskia Baumgart arbeitet künstlerisch und klang-heilerisch mit Musik, Gesang und Stimme. Die gebürtige Berlinerin ist in Gesang, Musiktherapie und Somatic Movement Arts (Tanz, Bewegungs-Kunst und Heilung) ausgebildet, sowie in schamanisch-spiritueller Arbeit, unter anderem durch diverse Aufenthalte bei indigenen Kulturen (Amazonas, Mongolei, Nord-, Südamerika). Musikerin solo als Sasperella, mit ihrer Band Magic of Sound und dem iranischen AWA Trio.

Web: https://magicofsound.net/

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